skyDSL ist ein europaweiter Markenname der TELES AG für
einen asymmetrischen unidirektionalen Breitband-Internetzugang über
Satellit. Es handelt sich dabei nicht um ein DSL-Verfahren; der Name wurde
aus Marketing-Gründen gewählt. skyDSL ist flächendeckend
überall dort in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika empfangbar,
wo die Ausleuchtzone (Footprint) der für skyDSL eingesetzten Satelliten
hinreicht. Der Dienst richtet sich u. a. an Nutzer, die in Gegenden wohnen,
in denen kein DSL verfügbar ist. Funktionsweise von skyDSLBei skyDSL wird der Datenempfang aus dem Internet
mit bis zu 24.000 kbit/s über eine Satellitenverbindung realisiert;
der Datenversand/die Anfrage an das Internet erfolgt über eine Telefon-(analog/ISDN)
oder Mobilfunk-Verbindung bzw. andere Rückkanäle wie DSL-Light
oder via i-LNB ebenfalls per Satellit. Zum Empfang der Daten benötigt der Nutzer eine übliche Satellitenantenne
(„Schüssel“). Die empfangenen Daten werden zuerst von
einem Low Noise Block Converter (LNB) von den hohen Frequenzen des Satelliten
in eine niedrigere Zwischenfrequenz umgewandelt und dann von einer speziellen
Tunerkarte im PC an die jeweilige Internet-Anwendung, zum Beispiel einen
Browser, weitergeleitet und dort verarbeitet. Die Kosten für skyDSL wie für Breitbandinternet via Satellit
generell sind für den Nutzer sicherlich höher als echtes DSL
über Kupferkabel. Für Bewohner ländlicher Regionen ohne
Breitbandzugang ist diese Technik häufig jedoch die einzige Möglichkeit,
überhaupt Breitband empfangen zu können. Die Kosten für
den Rückkanal lassen sich durch das Angebot von Flatrates, aber auch
durch die KoppelPulsTechnik (Technik zur Reduktion der Einwahlzeiten beim
Datenversand über ISDN) in den Griff bekommen. SkyDSL unterliegt darüber hinaus einigen Beschränkungen. Da
die Signale zweimal die Entfernung Erde-Satellit überwinden müssen,
entsteht eine große Latenz („Pingzeit“), wodurch zeitkritische
Anwendungen, z. B. viele Online-Spiele, über diesen Weg nicht oder
nur eingeschränkt nutzbar sind. Die Satelliten befinden sich geostationär
in etwa 36.000 km Höhe. Die Signale werden alleine für die Satellitenstrecke
von 72.000 km mit Lichtgeschwindigkeit um ~240 ms verzögert. (Wählt
man als Rückkanal ebenfalls die Satellitenverbindung, muss also mit
vierfacher Erd-Satellit-Distanz also ~480 ms gerechnet werden). Die Nutzung von skyDSL unterliegt einer so genannten Fair Use Policy,
die auf der Website des Anbieters einsehbar ist. Dies bedeutet, dass
die Übertragungsgeschwindigkeit gedrosselt werden kann, wenn ein
bestimmtes Datenvolumen überschritten wird. Zu der Frage, ab welcher
Datenmenge dies zutrifft, sind keine Angaben auf der Betreiber-Homepage
zu finden, sodass hier auf Mitteilungen von Nutzern zurückgegriffen
werden muss: Nach diesen Nutzererfahrungen wird schon ab wenigen 100 Megabyte
im Monat so weit gedrosselt, dass ein Geschwindigkeitsvorteil gegenüber
ISDN nicht mehr zu erkennen sei. Allerdings betrifft diese Drosselung
offenbar nur Nutzer des Flatrate-Tarifs. Per PCI-Tunerkarte oder USB-Box lässt sich
skyDSL nur unter Windows 2000 und XP nutzen, da das Datenprotokoll zwischen
Computer und mitgelieferter Hardware nicht offengelegt ist. Betriebssystemunabhängig
per Ethernet stellen Satellitenmodems den Downlink zum Satelliten her.
Der Uplink kann per POTS, ISDN oder GSM je nach Variante erfolgen. Nachgeschaltete
Router ermöglichen die parallele Nutzung einer Satellitenverbindung
durch mehrere Computer. Quelle:
Wiki